Gefahrensituationen ergeben sich oft aus der falschen Wahl und Verwendung der Ausrüstung. Diese muss etliche Eigenschaften besitzen, um als "Safe" zu gelten. Nachfolgend sind einige dieser Kriterien ohne Gewähr auf Vollständigkeit genannt.
Kamerahelm
Der Helm sollte leicht sein, zugleich aber festen Halt haben. Er darf auf keinen Fall Überstände haben, in denen bei der Öffnung Fangleinen hängen bleiben könnten. Die Kameraplattformen, auf denen Foto- und Videokamera montiert werden, sollten also bündig mit dem Helm abschließen, bzw. schmaler sein. Dies ist bei einer seitlichen Montage der Kamera natürlich nicht möglich, doch sollte der Übergang vom Helm zur Kameraplattform dann möglichst fließend sein, was ein Hängenbleiben von Fangleinen verhindern soll. Im Ohrbereich befindet sich im Idealfall ausreichender Platz für einen akustischen Höhenwarner.
Zusätzlich zur der Befestigung mit Hilfe der Stativgewinde, sollten die Kameras noch mit reißfesten Gummibändern oder kleinen Spanngurten gesichert werden, sofern sie nicht in den Helm oder fest montierte Gehäuse eingebaut sind. So wird verhindert, dass sich beim Bruch oder Verlust der Schraube die Kamera vom Helm löst und für andere Springer (in der Luft oder am Boden) zur Gefahr wird.
Der Helm sollte über ein Notabwurfsystem verfügen, bzw. so konstruiert sein, dass man ihn im Notfall schnell loswerden kann. Wird für den Fotoapparat ein Handauslöser verwendet, bei dem in der Kombi ein Kabel von der Hand zum Helm geführt wird, ist dieses Kabel in Helmnähe mit einer „Sollbruchstelle“ zu versehen. Dies kann mit einer Steckverbindung oder mit einer Lüsterklemme realisiert werden. Besser sind allerdings Auslöser, die mit dem Mund, bzw. der Zunge betätigt werden und somit direkt am Helm befestigt sind. (Dies sind entweder Mikroschalter oder pneumatische Auslöser. Letztere machen allerdings wegen der im Freifall auftretenden Luftdruckveränderungen oft Schwierigkeiten.)
Die eigentliche Schutzfunktion des Helms gegen Kopfverletzungen muss trotz aller Anbauten erhalten bleiben. Ausreichende Polsterung und statische Stabilität sind also unverzichtbar. Auf keinen Fall dürfen von außen Schrauben in den Helm ragen, selbst wenn sie beim normalen Sitz nicht stören. Diese Schrauben können zu schwersten Verletzungen führen, wenn bei einem Unfall der Kopf stark anschlägt.
Foto- bzw. Videokamera
Auch die Kameras müssen so montiert werden, dass selbst bei einer außergewöhnlichen Öffnung (instabil bzw. drehend) die Wahrscheinlichkeit einer Fangleinenverwicklung möglichst gering ist.
Auch die Wahl des geeigneten Weitwinkelobjektivs ist hier entscheidend. Es gibt Fotoobjektive, die länger werden, je weitwinkliger sie eingestellt werden. Diese Objektive sind von Nachteil, da sie einerseits wieder über den Helm herausragen können (Fangleinenproblematik) und sich andererseits der Schwerpunkt des Helms nach vorn verlagert, was sich während der Öffnung des Schirms unangenehm bemerkbar macht. Je weiter vorn der Schwerpunkt liegt, je mehr muss die Nackenmuskulatur bzw. Halswirbelsäule arbeiten und im Öffnungsvorgang wird dies durch die G-Kräfte noch vervielfacht.
Der Akku für die Videokamera sollte extra gesichert sein, entweder durch ein Gummiband oder durch Abkleben mit Klebeband. Es ist schon oft genug passiert, dass bei der Schirmöffnung der Akku den freien Fall fortgesetzt hat. Das ist dann teuer und gefährlich.
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