| Einerseits will man natürlich eine qualitativ hochwertige Kamera verwenden, doch nutzt man diese ausschließlich für das Fallschirmspringen, wird ein Großteil der Funktionen nicht benötigt. Entschließt man sich zum Kauf einer preisgünstigeren Kamera, die nicht so viele Funktionen besitzt, mangelt es dann an der Bildqualität.
Ich empfehle den Kauf einer Spiegel-Reflex-Kamera der Mittelklasse, die man dann auch für die "normalen" Familienfotos verwenden kann. Man sollte aber möglichst direkt beim Kauf das Standard-Objektiv gegen ein weitwinkligeres Objektiv ersetzen. Für die Freifallaufnahmen werden die Teleeinstellungen nicht verwendet, da hier die Gefahr von unscharfen Bildern durch Verwackeln recht hoch ist. Außerdem bekommt man dann große Formationen nicht auf das Bild. Wer aus Furcht vor Verlust oder Beschädigung doch lieber ein günstigeres Modell kaufen möchte, muss darauf achten, dass zumindest ein Stativgewinde vorhanden ist und die Möglichkeit besteht, über einen Fernauslöser die Fotos zu machen. Man kann natürlich auch an der Kamera herumlöten, um nachträglich einen Fernauslöser zu realisieren und sich die Kamera dann mit Gaffa-Tape an den Helm kleben, doch wird man dann eher schlechte Ergebnisse erzielen.
Auf keinen Fall sollte man beim Kauf die Kriterien vergessen, die unter "Welche Sicherheitsaspekte sind zu beachten?" erwähnt wurden.
Mittlerweile ist die Technik so weit vorangeschritten, dass man auch in Erwägung ziehen kann, sich eine Digitalkamera zu kaufen, um mit ihr Freifallfotografie zu betreiben. Vom Preis-Leistungs-Verhältnis kann diese der Spiegelreflexkamera aber nicht das Wasser reichen. Die Vorzüge sind aber nicht von der Hand zu weisen: ein Entwickeln der Filme entfällt und wer seine Fotos in Papierform möchte, kann die digitalen Bilder durch diverse Anbieter relativ kostengünstig entwickeln lassen. Der Ausdruck auf dem eigenen Drucker ist nur dann sinnvoll, wenn es sich um nachbearbeitete Bilder, oder Collagen handelt. Der "Eins-zu-eins-Abzug" ist auf jeden Fall teurer als die Entwicklung durch das Foto-Labor. Einen weiteren großen Vorteil bietet die Digitalkamera für den Webdesigner, denn er kann die digitalen Fotos direkt in den PC einlesen, nachbearbeiten und dann im Web publizieren. Bei "herkömmlichen" Fotos muss immer der Weg über das Einscannen genommen werden, was sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Ich persönlich bevorzuge noch die chemisch-mechanische Variante des Fotografierens, da sie meiner Meinung nach bis dato die bessere Qualität liefert, speziell bei Vergrößerungen.
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