| Von dem Automatikprogramm sollte man keinen Gebrauch machen, da hier manchmal zu lange Belichtungszeiten gewählt werden, die bei den schnellen Bewegungen des Fallschirmsports und den Vibrationen am Kamerahelm zur Unschärfe führen.
Man sollte die Blendenautomatik verwenden, also eine feste Belichtungszeit einstellen. Diese sollte 1/500 Sekunden nicht überschreiten. Für Aufnahmen mit schnellen Bewegungen (Exit oder Schirmöffnung) sollte die Verschlusszeit 1/750 oder sogar 1/1000 Sekunden betragen. Möglicherweise wird hier aber ein lichtempfindlicherer Film (ISO 200-400) benötigt, da die Kamera evt. die Blende nicht weiter öffnen kann. Generell lieber einen lichtempfindlicheren Film verwenden, denn eine kleine Blende bringt mehr Tiefenschärfe.
Den Autofokus sollte man ausschalten, da das Objektiv die Schärfe nicht schnell genug einstellen kann. Stattdessen stellt man die Entfernung kurz vor die Einstellung "unendlich" (¥) und fixiert den Einstellring des Objektivs sicherheitshalber mit einem Packgummi, um ein nachträgliches Verstellen zu verhindern. (Auch den Zoomring sollte man auf diese Weise sichern.) Mit dieser Einstellung ist dann für nahezu jede Entfernung scharfgestellt.
Auf dem Objektiv sollte auf jeden Fall ein Filter aufgeschraubt sein, um es vor Kratzern und Stößen zu schützen. Im Flugzeug ist es meistens sehr eng, und es kommt nicht selten vor, dass man beim Aussteigen irgendwo anschlägt. Da hat man lieber einen Kratzer im Filter, denn der kostet nicht so viel, wie das Objektiv. Hier empfiehlt sich ein Skylight 1A/1B (LA + 10) oder ein O-Haze, denn diese Filter sind sehr farbneutral und filtern das UV-Licht heraus, was den Dunst entfernt und so den Boden (sofern auf dem Bild sichtbar) klarer hervorbringt. Auch die Wolken kommen so etwas klarer und konturierter auf das Bild.
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