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Relativspringen (RW = Relative Works) ist eine reine Mannschaftsdisziplin, bei der eine Gruppe von Fallschirmspringern versucht, in einem durch die Absprunghöhe vorgegebenen Zeitraum möglichst viele Formationen aufzubauen und so Punkte zu sammeln. Jeder vollendete Formationswechsel bedeutet einen Punkt für die Mannschaft.<Top>



Als Kappenrelativ (CRW = Canopy Relative Works) wird das Aufbauen von Formationen am offenen Schirm bezeichnet. Mehrere Fallschirmspringer verlassen in großer Höhe das Luftfahrzeug und öffnen sofort ihren Fallschirm. Danach wird versucht, sich mit den Füßen in die Kappe bzw. Fangleinen des Kollegen einzuhaken, um so eine Formation aus Fallschirmen zu bilden. Die Anzahl der Schirme und die Zeit, die eine Formation gehalten wurde, ist Grundlage für die Bewertung. Eine weitere Variante entsteht durch Positionswechsel der Springer. Übereinander angeordnet bilden mehrere Springer eine Formation. Der Oberste löst sich und fliegt in die unterste Position ein. Sobald die Formation wieder geschlossen ist, wiederholt sich der Vorgang mit dem nächsten Springer. Hier ist die Anzahl der Wechsel das Bewertungskriterium.<Top>



Beim Zielspringen wird aus einer relativ geringen Höhe abgesprungen, wobei der Schirm direkt nach Verlassen des Luftfahrzeugs geöffnet wird. Mit speziellen Zielschirmen, die wesentlich präziser zu manövrieren sind als herkömmliche Sprungfallschirme, wird nun versucht, möglichst genau auf einem vorgegebenen Punkt zu landen. Auf diesem Punkt liegt eine Kontaktscheibe, die einen Durchmesser von etwa 30 Zentimetern hat. Wird diese Scheibe vom Springer getroffen, zeigt diese digital die Entfernung zum Nullpunkt an. Die Entfernungen der einzelnen Sprünge werden addiert, wobei eine geringere Gesamtentfernung natürlich das bessere Ergebnis darstellt. Hier ist eine Mannschafts- aber auch eine Einzelwertung möglich.<Top>



Stilspringen muss man sich wie eine Kür vorstellen, bei der bestimmte Bewegungsabläufe durchlaufen werden. Der Springer (bzw. die Springerin) hat eine sehr kleine Körperhaltung was zu einer recht hohen Fallgeschwindigkeit führt, die notwendig ist, um die Drehungen und Salti möglichst schnell auszuführen. Die Beine sind angezogen und tragen nicht zur Steuerung der Bewegungen bei. Dies geschieht lediglich mit den Händen und Armen, die auch für das nötige Gleichgewicht sorgen. Für Unsauberkeiten in der Ausführung (bspw. Überdrehen einer Drehung oder das Abweichen des Saltos aus der Achse) gibt es Strafzeiten, die auf die Gesamtzeit aufaddiert werden. Die Bewegungsabfolge ist vorgegeben: R L S L R S oder L R S R L S oder L R S L R S oder R L S R L S. (R= Drehung rechts um 360 Grad, L = Drehung links um 360 Grad, S = Salto rückwärts).<Top>



Freistil ist auch eine Disziplin, bei der eine Abfolge von unterschiedlichen Bewegungen durchlaufen wird, allerdings sind hier die Bewegungsabfolgen und die geflogenen Bewegungen nicht vorgegeben. Hier wird deshalb nicht die Zeit zur Bewertungsgrundlage, sondern die Schwierigkeit und Exaktheit der Figuren. Wie beim Eiskunstlaufen sind natürlich auch der Ausdruck und die Eleganz der Bewegungen entscheidend.<Top>



Beim Skysurfen wird mit einem snowboardähnlichen Brett abgesprungen, mit welchem dann verschiedene Bewegungsabfolgen durchlaufen werden. Die Schwierigkeit in dieser Disziplin liegt darin, die Kontrolle über das Brett zu behalten. Auch hier ist die Zusammenarbeit von Kameramann und Skysurfer sehr wichtig. Die Bewegungen und Geschwindigkeitswechsel, die bei den verschiedenen Körperhaltungen des Skysurfers entstehen müssen vom Kameramann sofort ausgeglichen werden, damit der Skysurfer ständig formatfüllend gefilmt werden kann. Das trifft natürlich auch auf andere Disziplinen zu, bei denen gefilmt wird, doch entstehen beispielsweise beim Relativspringen längst nicht so große Geschwindigkeitsunterschiede.<Top>



Freeflying ist eine Variante des Fallschirmspringens, bei der sitzend, stehend oder auch kopfüber geflogen wird, was zu sehr hohen Fallgeschwindigkeiten führt. Hier besteht die Kunst darin, potentiell instabile Positionen wie Headdown (kopfüber) oder Stand-Up (stehend) kontrolliert zu fliegen und dabei mit anderen zu interagieren.<Top>



Beim Speeddiving versucht der Springer eine möglichst hohe Freifallgeschwindigkeit zu erreichen. In speziellen, eng anliegenden Anzügen wird kopfüber dem absoluten Geschwindigkeitsrekord entgegengejagt. Der Weltrekord liegt mittlerweile bei über 500 km/h!!! Weitere Infos unter www.speedskydiving.com.<Top>



Das Swooping ist eine "Lande-Disziplin", ähnlich dem Zielspringen. Sie ist allerdings (meine Meinung) wesentlich interessanter und spektakulärer, da die Landegeschwindigkeit wesentlich höher ist. Ziel ist es, mit einer Wasserfläche, innerhalb eines vorgegebenen Abschnittes mit dem Fuß möglichst lang Kontakt zu halten. Neben der Länge des Kontaktbereiches ist auch die Geschwindigkeit des Swoops und die Entfernung zur Landezone Grundlage für die Bewertung. Auch ein Freestyle-Teil geht in die endgültige Bewertung ein. Weitere Infos unter www.swooping.de.<Top>



Beim Wingsuite-Flying hat der Skydiver eine spezielle Flügel-Kombi an, die sehr viel Luftwiderstand bietet und deshalb eine sehr geringe Fallrate ermöglicht. Sie liegt zur Zeit bei einem Minimum von etwa 16m/s. Gleichzeitig sind hohe Horizontalgeschwindigkeiten möglich und das bei einer Freifallzeit von weit mehr als 2 Minuten. Für diese Art des Fallschirmspringens sollte man über eine gewisse Erfahrung verfügen. Deshalb schreiben manche Veranstalter bzw. Sprungplätze eine Mindestsprungzahl von 300-400 Sprüngen vor. Weitere Infos unter www.bird-man.com.<Top>



Beim BASE-Jumping wird mit einem speziellen Fallschirm von erdgebundenen Objekten wie Gebäuden (B=Buildings), Antennen (A=Antennas), Brücken (S=Spans) und Bergen/Klippen (E=Earth) gesprungen. Die Freifallzeit ist in der Regel sehr kurz, bedingt durch die niedrige Absprunghöhe. Diese Disziplin erfordert sehr viel Erfahrung, da der kleinste Fehler fatale Folgen haben kann. Ander als beim herkömmlichen Fallschirmspringen, gibt es hier kein Zeitfenster, in dem der Springer seinen Reservefallschirm öffnen kann. Da alles auf Anhieb funktionieren muss, ist ein Reserveschirm unnötig. BASE-Schirme werden anders gepackt, als normale Fallschirme, um eine schnellere Öffnung zu gewährleisten. Für weitere Infos besuche die Homepage des Vereins deutscher Objektspringer unter www.base-jump.de.<Top>


































 



Freitag 12. März 2010

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